Was sind die Drei typischen Herstellungsarten von Klinker?
Klinker haben drei typische Herstellungsverfahren, Strangspress, Wasserstrich und Handform. Natürlich gibt es auch noch weitere wie z.B. der Ringofenbrand.
Klinker, was ist das Strangpressverfahren?
Strangpress Klinker
Klinker im Strangpressverfahren - Straffe und glatte Seiten
Das Strangpressverfahren ist eine industrielle Methode zur Herstellung von Klinkern, die sich durch hohe Präzision und Gleichmäßigkeit auszeichnet.
Ablauf des Verfahrens
Aufbereitung:Eine Mischung aus reinem Primärton und Sand wird mit Wasser zu einer plastischen Masse verarbeitet.
Formgebung:Die Masse wird unter hohem Druck durch eine formgebende Matrize (Mundstück)gepresst, wodurch ein endloser Tonstrang entsteht.
Abschneiden:Von diesem Strang werden die Rohlinge mittels eines Drahtabschneiders in die gewünschten Formate (z. B. Normalformat NF) geschnitten.
Trocknung & Brennen: Die Rohlinge werden getrocknet und anschließend bei Temperaturen bis zu 1200 °C gebrannt, bis sie sintern und ihre frostbeständigen Eigenschaften erhalten.
Was ist die Wasserstrich Herstellung?
Ziegel/Klinker im Wasserstrich - Ungeschliffene Oberfläche und spezielle Textur
Ablauf des Verfahrens
Formen: Die unbesandete Tonmasse wird in spezielle, zuvor mit Wasser benetzte Formen gepresst.
Lösen:Das Wasser sorgt dafür, dass die Rohlinge beim Herausdrücken oder Herausstützen gleiten.
Strukturbildung: Beim Herauslösen aus der Form entstehen an den Seitenwänden filigrane Linien und eine charakteristische, partiell aufgeraute Oberflächenstruktur.
Optik: Wasserstrichziegel haben eine glattere Oberfläche als Handformziegel, wirken aber durch die feine Textur natürlicher und lebendiger als glatt gepresste Strangpress-Klinker.
Unikate: Durch das Verfahren ist jeder Stein ein Unikat mit einer individuellen Licht- und Schattenwirkung.
Materialqualität: Moderne Wasserstrich-Klinker erreichen eine sehr hohe Dichte und Druckfestigkeit, sind frostsicher und nehmen weniger als 6 % Wasser auf.
Wasserstrich Ziegel / Klinker
Einsatzgebiete
Aufgrund ihrer ästhetischen Mischung aus Rustikalität und Geradlinigkeit werden sie häufig in der moderner Architektur sowie bei der Sanierung historischer Gebäude eingesetzt.
Handformziegel - Einzigartig in Form und Oberfläche
Handformziegel werden heute meist maschinell hergestellt, folgen aber dem traditionellen Prinzip, bei dem Sand als Trennmittel fungiert.
Ablauf des Verfahrens
Besanden der Form: Die Innenseiten der Formen werden mit Sand bestreut. Dieser Sand sorgt dafür, dass der Rohling später leicht aus der Form gleitet, und verleiht dem Ziegel seine charakteristische raue, rustikale Oberfläche.
Einschlagen des Tons: Ein Tonklumpen (der sogenannte „Beuling“) wird mit Druck in die Form geworfen oder gepresst. Dabei wird die Masse an die Seitenwände gequetscht, wodurch die typischen Faltstrukturen („Narben“) entstehen.
Abstreichen: Überschüssiger Ton an der Oberkante der Form wird bündig abgestrichen.
Ausformen: Der Rohling wird aus der Form gestürzt. Durch das Besanden löst er sich ohne Verkleben.
Trocknen und Brennen: Die Rohlinge trocknen mehrere Tage, bevor sie bei Temperaturen zwischen 1000 °C und 1200 °C (je nach Material auch bis 1300 °C für Klinkerqualität) gebrannt werden.
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